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Rollenkeile: Keile und Stopper für Rollen und Coils

Aktualisiert am · Technische Redaktion ROLL

Kurz gesagtEin Rollenkeil ist ein Block mit schräger Fläche, der an beiden Seiten einer liegenden Rolle anliegt, damit sie auf Palette, Boden oder Ladefläche nicht wegrollt. Pro Rolle brauchen Sie zwei. Maß und Material richten sich nach Durchmesser, Gewicht und Zahl der Einsätze.

Wozu ein Rollenkeil dient

Eine liegende Rolle ist ein Zylinder: Eine Bremsung des Lkw oder ein Stoß des Staplers genügt, und sie setzt sich in Bewegung. Der Rollenkeil ist ein Block mit schräger Fläche, der auf beiden Seiten unter den Umfang geschoben wird und die Rolle festhält. Im Lager heißt er auch einfach Keil oder Stopper. Der ROLL-Katalog verwendet die Begriffe gleichbedeutend [1].

Folienrolle auf einer Flachpalette, gesichert mit zwei Rollenkeilen aus Kunststoff, einer auf jeder Seite
Zwei Keile pro Rolle, einer auf jeder Seite: Die liegende Rolle rollt beim Bremsen oder in der Kurve nicht weg.

Achten Sie bei der Suche auf den Begriff: „Unterlegkeil“ allein führt zu Keilen für die Räder von Autos, Wohnmobilen und Anhängern. Das ist ein anderes Produkt, dessen Geometrie für einen Reifen ausgelegt ist. Für Industrierollen suchen Sie nach Rollenkeilen, Coilkeilen oder roll chocks.

Wann Sie Keile brauchen

  • Beim Transport, mit Rollen auf einer Flachpalette, auf der Ladefläche oder im Container: Die Keile verhindern das Verrutschen beim Bremsen und in Kurven. Sie werden auch zusammen mit Umreifungsbändern eingesetzt, die eine Rolle auf glatter Fläche allein nicht halten.
  • Bei der Lagerung, mit Rollen am Boden oder auf Fachböden vor der Weiterverarbeitung, vor allem in der Nähe von Staplerwegen.
  • Auf Rollenförderern und am Linienende, mit Rollen, die vor dem Verladen warten. Hier dient der Keil als vorübergehender Stopper und wird viele Male wiederverwendet.

Eine Rollenpalette mit integriertem Sattel oder integrierter Mulde braucht keine Keile: Die Form übernimmt das Sichern [10]. Keile brauchen Sie, wenn die Rolle auf einer Flachpalette oder direkt auf der Ladefläche liegt. Den Vergleich finden Sie im Leitfaden Paletten für Rollen.

Wie Sie die Keile anlegen

Schema der richtigen Lage von Rollenkeilen: schräge Fläche am Umfang, nahe am Aufstandspunkt
Richtige Lage: schräge Fläche an der Rolle, so nah wie möglich am Aufstandspunkt, auf ebener und sauberer Fläche.

Standard sind zwei Keile pro Rolle, einer auf jeder Seite [2][4]. Die schräge Fläche liegt am Umfang an, so nah wie möglich an der Stelle, an der die Rolle die Fläche berührt. Der Keil muss auf einer ebenen und sauberen Fläche stehen [1].

Bei breiten oder schweren Rollen verwenden Sie einen längeren Keil, der die ganze Breite abdeckt, oder zwei Keilpaare entlang der Achse. Bei den ROLL-Keilen mit 260 mm sorgen Reibzähne an der Unterseite für den Halt: Unter Last greifen sie in weiche Oberflächen, ohne Nägel und ohne Werkzeug [2]. Ein Holzkeil, der auf die Palette genagelt wird, hinterlässt Löcher und Splitter und wird oft vor Ort zugeschnitten.

Für Rollen, die schwerer oder größer sind als die Werte im Datenblatt, legt ROLL die Anordnung gemeinsam mit Ihnen fest [2].

Maße nach Durchmesser und Gewicht

ROLL-Rollenkeile in drei Längen nebeneinander: 260, 570 und 1143 Millimeter
Drei Längen, gleicher Querschnitt 150×50 mm: 260 mm bis 1.500 kg, 570 und 1.143 mm bis 2.500 kg pro Rolle.

Die Länge des Keils gibt an, wie viel Rolle er entlang der Achse abdeckt. Der zulässige Durchmesser hängt von Höhe und Neigung ab. Alle ROLL-Keile haben einen Querschnitt von 150×50 mm [2][4][5].

Keil Länge Angegebener Rollen-Ø Max. Rollengewicht Einsatz
KU10 260 mm 160-1.200 mm 1.500 kg Versand, Einweg, PP-Rezyklat [2]
KU10-2S 260 mm 160-1.200 mm 1.500 kg wie KU10, mit Gummipads für Kunststoffpaletten [3]
KU10-ST 2 Keile à 260 mm + PE-Schaumstreifen 800 mm 160-1.200 mm 1.500 kg Versandset mit verstellbarer Befestigung [6]
KU04-570 570 mm 160-1.100 mm 2.500 kg wiederverwendbar, PE mit Gummipolstern [4]
KU04-1143 1.143 mm 160-1.100 mm 2.500 kg wiederverwendbar, breite Rollen oder mehrere Rollen nebeneinander [5]
SB01 Set auf Palette 800×1200 150-1.100 mm 2.000 kg Gummimatte 8 mm + 2 Keile KU04-570 [7]

Manche Datenblätter nennen an anderer Stelle einen maximalen Durchmesser „über 600 mm“. Das ist ein Übersichtswert, den Sie vor der Bestellung mit ROLL bestätigen sollten. Das vollständige Sortiment finden Sie in der ROLL-Kollektion Rollenkeile.

Kunststoff oder Holz

Holzkeil und Kunststoff-Rollenkeil nebeneinander, im Vergleich für den Export
In Länder außerhalb der EU muss der Holzkeil auch auf einer Kunststoffpalette nach ISPM 15 behandelt und gekennzeichnet sein, der Kunststoffkeil nicht.

Ein Holzkeil ist billig und überall zu haben, hat bei Rollen aber drei Grenzen: Export, Befestigung und Reinigung.

Die erste ist der Export. ISPM 15 gilt für jede Verpackung aus Massivholz im internationalen Handel. Ein Holzkeil, der in ein Land außerhalb der EU geht, muss behandelt (HT oder DH) und gekennzeichnet sein, auch wenn die Palette darunter aus Kunststoff ist [8]. In der EU ergeben sich die Anforderungen aus der Verordnung (EU) 2016/2031, und für den Handel innerhalb der EU gelten sie nicht [9]. Ein Kunststoffkeil fällt wie die Kunststoffpalette nicht unter die Norm: ROLL nennt das in den FAQ aller Keil-Datenblätter [2][4]. Den vollständigen Überblick finden Sie unter Exportpaletten und ISPM 15.

Die zweite ist die Befestigung. Holz wird genagelt, und gerade Nägel und Splitter beschädigen die Kante einer Folien- oder Papierrolle.

Die dritte ist die Reinigung. Ein Kunststoffkeil lässt sich waschen; ROLL gibt dem KU10 einen internen Hygieneindex von 5/5 [2]. Verfahren und Temperaturen beschreibt der Leitfaden zum Waschen von Kunststoffpaletten.

Antirutsch: wann Gummi nötig ist

ROLL-Rollenkeil KU10-2S umgedreht, mit Antirutsch-Gummipads an der Unterseite
Auf Kunststoffpaletten, glatten Ladeflächen oder Kunstharzböden rutscht der Keil: Dann brauchen Sie Gummipads oder Gummipolster wie bei KU10-2S und KU04.

Auf rohen Holzpaletten greifen die Zähne des Keils von allein. Auf Kunststoffpaletten, glatten Ladeflächen oder Kunstharzböden neigt der Keil zum Rutschen. Für diese Flächen gibt es Keile mit Gummipads oder Gummipolstern: KU10-2S als Einwegausführung, KU04 als wiederverwendbare [3][4]. Das Set SB01 legt zusätzlich eine 8 mm starke Gummimatte unter die ganze Rolle, aufgelegt auf eine Palette 800×1200 ohne Schrauben [7]. Zur Reibung zwischen Palette, Ladung und Ladefläche siehe Ladungssicherung auf Kunststoffpaletten.

Einweg oder wiederverwendbar

Einwegkeile sind für eine einzige Fahrt gedacht. Laut ROLL hält der KU10 bei leichtem Handling 2-3 Zyklen [2]. Sie kosten pro Stück wenig, im unteren Preisbereich für Keile, und werden kartonweise verkauft: Den aktuellen Preis finden Sie im ROLL-Datenblatt [2].

ROLL-Einweg-Rollenkeile KU10 aus PP-Rezyklat in einem offenen Karton
KU10 als Einwegkeil: etwa 0,2 kg, PP-Rezyklat, hält 2-3 leichte Zyklen; für den Versand kartonweise erhältlich.

Wiederverwendbare Keile sind schwerer, 1,1 kg beim KU04-570 gegenüber etwa 0,2 kg beim KU10, und haben Gummieinlagen [4][2]. Sie lohnen sich im innerbetrieblichen Umlauf, wo der Keil zurückkommt. Für geschlossene Kreisläufe gelten dieselben Überlegungen wie bei Mehrwegpaletten.

Wiederverwendbarer ROLL-Rollenkeil KU04-570 aus PE mit Gummipolstern
Wiederverwendbarer KU04: 1,1 kg, PE mit Gummieinlagen, für Rollen bis 2.500 kg im innerbetrieblichen Umlauf, wo der Keil zurückkommt.

Farbige Keile zur Trennung von Kreisläufen

KU10C und KU10C-2S sind dieselben Keile in Orange [1]. Die Farbe hilft, Keile der eigenen Abteilung von Einwegkeilen zu trennen oder die Kreisläufe verschiedener Kunden zu unterscheiden.

Häufige Fragen

Wie viele Keile brauche ich, um eine Rolle zu sichern?

Standard sind zwei Keile pro Rolle, einer auf jeder Seite, angelegt an den Umfang. Für sehr schwere Rollen oder große Durchmesser nehmen Sie längere Keile oder ein Set mit Antirutschmatte. Liegt die Last über den Werten im Datenblatt, fragen Sie den Hersteller nach der passenden Anordnung.

Sind Keil, Rollenkeil und Stopper dasselbe?

Bei Rollen meinen Keil, Rollenkeil und Stopper denselben Block mit schrägem Querschnitt, der das Wegrollen verhindert. Im Lager sagt man meist einfach Keil, in Katalogen steht oft Stopper oder Rollenstopper. Unterlegkeile für die Räder von Autos und Wohnmobilen sind ein anderes Produkt, mit anderer Form und anderen Normen.

Müssen Rollenkeile aus Holz nach ISPM 15 behandelt sein?

Holzkeile müssen nach ISPM 15 behandelt und gekennzeichnet sein, wenn sie in Länder außerhalb der EU gehen. ISPM 15 gilt für jede Verpackung aus Massivholz, auch wenn die Palette darunter aus Kunststoff ist. Ein Kunststoffkeil fällt nicht unter die Norm und braucht weder Behandlung noch Kennzeichnung.

Welche Keilgröße passt zum Durchmesser meiner Rolle?

Die ROLL-Keile mit 260 mm sind für Rollen mit Ø 160 bis 1.200 mm und bis 1.500 kg angegeben, die mit 570 und 1.143 mm für Rollen mit Ø 160 bis 1.100 mm und bis 2.500 kg. Die zusätzliche Länge deckt mehrere nebeneinanderliegende oder lange Rollen ab und vergrößert die Haftfläche.

Kann ich einen Kunststoffkeil wiederverwenden?

Ja, aber das hängt von der Serie ab. Einwegkeile für den Versand halten laut ROLL bei leichtem Handling 2-3 Zyklen. Für den wiederholten innerbetrieblichen Einsatz gibt es Keile aus PE mit Gummieinlagen, die für viele Zyklen ausgelegt sind.

Quellen

  1. ROLL, Kollektion Rollenkeile
  2. ROLL KU10, Einweg-Rollenkeil aus Kunststoff (Datenblatt und FAQ)
  3. ROLL KU10-2S, Keil mit Gummipads für Kunststoffpaletten (Datenblatt)
  4. ROLL KU04-570, wiederverwendbarer PE-Keil mit Gummieinlagen (Datenblatt und FAQ)
  5. ROLL KU04-1143, wiederverwendbarer PE-Keil 1143 mm (Datenblatt)
  6. ROLL KU10-ST, Set aus 2 Keilen und PE-Schaumstreifen 800 mm (Datenblatt)
  7. ROLL SB01, Rollenkeil-Set für Paletten 800×1200 mit Gummimatte (Datenblatt)
  8. IPPC/FAO, ISPM 15 Regulation of wood packaging material in international trade (rev. 2018)
  9. Europäische Kommission, Anforderungen an Verpackungsholz und Stauholz (VO (EU) 2016/2031)
  10. ROLL, Kollektion Muldenpaletten für Rollen
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